Arbeitsweltbibliothek - Glossar von A bis Z

A

Absentismus

Absentismus bedeutet, dass Mitarbeiter*innen, nicht zur Arbeit kommen, obwohl sie da sein sollten. Und das oft unentschuldigt.

Warum gehen Menschen nicht zur Arbeit?

  • Sie sind krank.
  • Sie tun nur so, als ob sie krank wären.
  • Sie haben persönliche Probleme.
  • Sie haben keine Motivation oder keine Lust.

Wenn das oft passiert und wenn es viele Mitarbeitende tun, ist das problematisch:

  • Unternehmen produzieren weniger als geplant.
  • Die Personalkosten steigen, zum Beispiel für Vertretungen
  • Die Qualität sinkt.
Agilität

Agilität bedeutet, flexibel und schnell auf Veränderungen zu reagieren. So können Teams und Unternehmen sich immer wieder anpassen und effizient arbeiten.

Was braucht es für Agilität?

  • Eigenverantwortliches Arbeiten von Mitarbeitenden und Teams
  • Klare Werte, Ziele und ein gemeinsames Leitbild
  • Kundenorientierung

Wichtige Prinzipien:

  • Flexibilität
  • Zusammenarbeit
  • Schnelligkeit
  • Kontinuierliche Verbesserung

Agilität kann Unternehmen helfen, immer einen Schritt voraus zu sein.

ASAP

ASAP kommt aus dem Englischen und ist die Abkürzung für: As soon as possible - so schnell wie möglich

Dieser Ausdruck wird häufig bei Arbeitsanweisungen oder im formellen Schriftverkehr verwendet. Er zeigt, dass eine Aufgabe dringend ist und schnellstmöglich erledigt werden soll.

B

BEM

BEM heißt Betriebliches Eingliederungsmanagement. 

Es ist eine Pflicht für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. Ziel ist es, Mitarbeiterende nach längerer Krankheit zu unterstützen, damit sie wieder arbeiten können. Es soll helfen, eine erneute Erkrankung zu vermeiden und den Arbeitsplatz zu sichern.

Arbeitgeber müssen ein BEM-Gespräch anbieten, wenn eine Person mehr als sechs Wochen im Jahr krank war (SGB IX § 84 Abs. 2). Mitarbeitende können selbst entscheiden, ob sie das Angebot annehmen.

Zur Checkliste "Betriebliches Eingliederungsmanagement: Erfolg für Beschäftigte - Erfolg für Betriebe"

Bildungsurlaub

Bildungsurlaub ist bezahlte Weiterbildungszeit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von bis zu fünf Tagen pro Jahr bzw. zehn Tagen verteilt auf zwei Jahre. Diese Freistellung wird nicht auf den Erholungsurlaub angerechnet.


Bildungsurlaub wird in manchen Bundesländern auch Bildungsfreistellung genannt. Nur in Bayern und Sachsen gibt es keinen Anspruch darauf.  Alle anderen Bundesländer regeln die Voraussetzungen in einem eigenen Gesetz.

 

Zur Regelung der Bildungsfreistellung in Rheinland-Pfalz: Frei für Bildung

Boreout

Boreout bedeutet, dass jemand sich im Job unterfordert und gelangweilt fühlt. Die Arbeit interessiert nicht mehr, und die Motivation sinkt.

Betroffene möchten eigentlich mehr leisten, aber die Aufgaben sind zu einfach oder nicht sinnvoll. Viele tun so, als hätten sie viel zu tun, fühlen sich aber trotzdem erschöpft.

Mögliche Folgen:

  • Psychische Belastung
  • Körperliche Beschwerden
  • Dauerhafte Erschöpfung

Boreout kann genauso belastend sein wie zu viel Stress. Kontakt zu unserer Beratungsstelle.

Bossing

Vorgesetzte (englisch: Boss) schüchtern Mitarbeitende systematisch und wiederholt ein, um diese loszuwerden.

Mögliche Bossing-Handlungen:

  • Die Anordnung sinnloser Tätigkeiten
  • Übertriebene Kontrolle
  • Ausgrenzung aus dem Arbeitsteam und Verleumdungen.

Die Opfer haben keine Macht und meist keine Ansprechpersonen, um sich zu wehren.

Wer unter Bossing leidet, sollten sich dringend zur Wehr setzen und externe Hilfe holen, da die seelische Gewalteinwirkung langfristig körperliche Folgen haben kann. Kontakt zu unserer Beratungsstelle

Burnout

Burnout beschreibt einen Zustand tiefer Erschöpfung. Menschen mit Burnout sind spüren:

  • Emotionale Erschöpfung – keine Kraft mehr für die Arbeit
  • Depersonalisation – innere Distanz zu Aufgaben und Menschen
  • Geringere Leistungsfähigkeit – weniger Motivation und Energie

Betroffene fühlen sich ausgebrannt und können oder wollen ihre Arbeit nicht mehr erledigen.

Was hilft?
Wer sich dauerhaft gestresst und erschöpft fühlt, sollte frühzeitig handeln. Externe Beratung, kleine Auszeiten und Erholungspausen können helfen, neue Kraft zu schöpfen. Kontakt zu unserer Beratung.

C - G

CoWorking

Coworking bedeutet, dass Menschen aus verschiedenen Berufen oder Unternehmen gemeinsam in offenen Räumen arbeiten. Sie teilen sich den Arbeitsplatz, Ideen und Netzwerke. Besonders beliebt ist diese Arbeitsform bei Selbstständigen, Start-ups und kleinen Unternehmen.


Vorteile:

  • Flexibilität
  • Austausch und Networking
  • Weniger Isolation für Freiberufler

Nachteile:

  • Weniger Privatsphäre
  • Höherer Lärmpegel
Employability

Employability ist der englische Ausdruck für Arbeitsfähigkeit oder Beschäftigungsfähigkeit. Die Fähigkeit von Arbeitnehmer*innen, über ihr gesamtes Berufsleben hinweg eine Anstellung zu finden – auch wenn sich der Arbeitsmarkt ständig verändert.

 

Wie kann man die eigene Employability verbessern?

  • Soziale Netzwerke aufbauen und pflegen: Kontakte helfen bei neuen beruflichen Möglichkeiten.
  • Regelmäßige Weiterbildung: Fachliche und persönliche Kompetenzen ständig erweitern.
  • Eigeninitiative zeigen: Aktiv Chancen suchen und sich neuen Herausforderungen stellen.

 

Rolle der Arbeitgeber*innen

Auch Unternehmen können zur Beschäftigungsfähigkeit ihrer Mitarbeitenden beitragen, indem sie Weiterbildungen, Entwicklungsmöglichkeiten und flexible Arbeitsmodelle anbieten.

Equal Pay

Equal Pay bedeutet gleiche Bezahlung für gleiche oder gleichwertige Arbeit, unabhängig vom Geschlecht. Doch Frauen verdienen immer noch weniger als Männer – diese Einkommenslücke nennt man Gender Pay Gap.

Gründe:

  • Unterschiedliche Berufswahl: Frauen arbeiten häufiger in schlechter bezahlten Branchen.
  • Unterschiedliche Arbeitszeitmodelle: Mehr Frauen arbeiten in Teilzeit oder mit flexiblen Arbeitszeiten.
  • Weniger Frauen in Führungspositionen: Männer besetzen häufiger höhere und besser bezahlte Positionen.
  • Unbezahlte Care-Arbeit: Frauen übernehmen öfter familiäre Aufgaben wie Kinderbetreuung oder Pflege.
Guilt Tripping

Guilt Tripping ist eine manipulative Taktik. Dabei versucht jemand, eine andere Person durch Schuldgefühle zu beeinflussen. Oft geschieht das durch Hinweise auf vergangene Fehler oder Entscheidungen. Das Ziel: Die betroffene Person soll sich schuldig fühlen und das tun, was der andere möchte.

Wie kannst du darauf reagieren?

  • Nachdenken: Sind die Schuldgefühle berechtigt oder nur eine Manipulation?
  • Grenzen setzen: Lass dich nicht unter Druck setzen, sondern stehe zu deinen Entscheidungen.
  • Offen sprechen: Sag klar, wie du dich fühlst, und sprich das Verhalten an.
  • Selbstbewusst bleiben: Lass dich nicht verunsichern, sondern handle nach deinen Werten.
  • Lösungen suchen: Statt Schuldgefühle zu akzeptieren, überlegt gemeinsam Alternativen.
  • Unterstützung holen: Sprich mit vertrauenswürdigen Personen über die Situation.

Guilt Tripping kann überall vorkommen, auch am Arbeitsplatz. Kontakt zu unserer Beratungsstelle

H - K

Hard Skills

Hard Skills sind messbare Qualifikationen und Fähigkeiten, die durch Abschlüsse, Zertifikate oder praktische Erfahrung nachgewiesen werden können. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Arbeitsfähigkeit (Employability).

  • Bildungsabschlüsse: Schulabschluss, Ausbildungs- oder Studienabschluss
  • Fachliche Weiterbildungen: Seminarbescheinigungen, Zertifikate
  • Sprachkenntnisse: Fremdsprachen auf verschiedenen Niveaus
  • Technische Fähigkeiten: IT-Kenntnisse, Programmiersprachen, Maschinenbedienung

Hard Skills werden durch Soft Skills (soziale und persönliche Kompetenzen) ergänzt.

Intrapreneurship

Intrapreneurship fördert Innovation und Wachstum innerhalb eines Unternehmens, indem Mitarbeitende unternehmerische Verantwortung übernehmen und neue Ideen vorantreiben.


Vorteile für Unternehmen:

  • Förderung von Innovation
  • Schnelle Umsetzung neuer Ideen
  • Stärkung der Mitarbeitermotivation


Risiken für Unternehmen:

  • Missachtung bestehender Regeln
  • Unautorisierte Entscheidungen



Vorteile für Mitarbeitende:

  • Erhöhte Zufriedenheit am Arbeitsplatz
  • Möglichkeit zur Selbstverwirklichung
  • Nutzung der Ressourcen eines bestehenden Unternehmens


Risiken für Mitarbeitende:

  • Hoher Arbeitseinsatz ohne entsprechende Entlohnung
  • Gefahr von Stress und Überlastung
KANBAN


Kanban ist eine Methode zur Optimierung von Arbeitsprozessen und zur Verbesserung der Effizienz in Teams.


Wichtige Elemente:

  • Kanban-Board: Visualisiert den Arbeitsfluss
  • Karten: Stellen Aufgaben übersichtlich dar
  • WIP-Limits: Begrenzen die Anzahl paralleler Aufgaben
KMU

In der Wirtschaft bedeutet der Begriff KMU "kleine und mittlere Unternehmen" und umfasst zusätzlich Kleinstunternehmen.

Ein Unternehmen gehört dann zur Gruppe der KMU, wenn es weniger als 250 Beschäftigte hat und einen Jahresumsatz von maximal 50 Millionen € erwirtschaftet. Über 99 Prozent der Unternehmen in Deutschland zählen zu den KMU. Das Statistische Bundesamt definiert KMU in Anlehnung an die Empfehlung (2003/361/EG) der Europäischen Kommission nach Umsatz- und Beschäftigten­größenklassen.

Größenklasse   Tätige Personen Jahresumsatz
Kleinstunternehmen bis 9 und bis 2 Mill. EUR
Kleine Unternehmen bis 49 und bis 10 Mill. EUR
Mittlere Unternehmen bis 249  und bis 50 Mill. EUR
(Großunternehmen) (über 249) (oder über 50 Mill. EU)


Quelle: https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Unternehmen/Kleine-Unternehmen-Mittlere-Unternehmen/Glossar/kmu.html

L - N

Mikro-Management

Mikro-Management ist ein Führungsstil, bei dem Vorgesetzte jede kleine Aufgabe ihrer Mitarbeitenden genau kontrollieren und überwachen.

 

Warum ist Mikro-Management problematisch?

  • Es schwächt das Vertrauen und die Motivation der Mitarbeitenden.
  • Es sorgt für Stress und Unzufriedenheit im Team.
  • Kreativität und Eigeninitiative gehen verloren, wodurch die Produktivität sinkt.
  • Entscheidungsprozesse werden langsamer.

Wie lässt sich Mikro-Management vermeiden?

  • Vertrauen statt Kontrolle: Delegiere Aufgaben und vertraue deinem Team.
  • Offene Kommunikation: Klare und ehrliche Gespräche fördern Zusammenarbeit.
  • Klare Ziele setzen: So wissen alle, was erwartet wird, ohne ständige Kontrolle.
  • Selbstständigkeit fördern: Mitarbeitende sollten Verantwortung übernehmen können.

Ein gesundes Führungsverhalten stärkt das Team und steigert die Leistung.

Mobbing

Mobbing am Arbeitsplatz: Einzelne oder mehrere Mitarbeitende greifen wiederholt und über einen längeren Zeitraum eine/n Kolleg*in an, um diesem ausgewählten Opfer Schaden zuzufügen.

Typische Mobbinghandlungen:

  • Beleidigungen, Lügen und herabwürdigende Kritik vor anderen
  • Schlechte Bewertung der Arbeitsleistung ohne Grund
  • Wichtige Informationen werden absichtlich vorenthalten
  • Ausgrenzung aus dem Team
  • Übertriebene und ungerechtfertigte Kontrollen
  • Sinnlose oder unlösbare Aufgaben werden zugewiesen

­­Was tun bei Mobbing?
Wer Mobbing erlebt, sollte sich unbedingt wehren und Hilfe holen. Mobbing kann nicht nur die seelische Gesundheit, sondern auch den Körper langfristig belasten.
Kontakt zu unserer Beratung bei Mobbing, psychischer Belastung und Konflikten am Arbeitsplatz

Networking

Networking bedeutet, Kontakte zu knüpfen und Beziehungen zu pflegen, um berufliche Chancen zu schaffen, Wissen auszutauschen und Unterstützung zu erhalten. Es kann helfen, neue Karrieremöglichkeiten oder Geschäftsverbindungen zu entdecken.

Wie funktioniert Networking?

  • Persönliche Treffen, Konferenzen und Veranstaltungen
  • Soziale Medien und berufliche Online-Plattformen
  • Informelle Gespräche und Austausch im Arbeitsumfeld

Warum ist Networking wichtig?

  • Erhöht die Sichtbarkeit in der Branche
  • Ermöglicht Lernen von anderen
  • Unterstützt den Austausch von Wissen
  • Kann neue berufliche Möglichkeiten eröffnen

Was macht gutes Networking aus?

  • Gute Kommunikation
  • Echte und langfristige Beziehungen
  • Interesse an anderen zeigen

Erfolgreiches Networking bedeutet, nicht nur Kontakte zu sammeln, sondern wertvolle Verbindungen aufzubauen.

Zum Beispiel bei den Arbeitsmarktmentoren Kaiserslautern, bei den Querulant*innen, den Klausurtagen für Betriebs- und Personalratsgremien oder den Wirtschaftsfrauen Kaiserslautern, dem Netzwerk für Frauen in Führung und Verantwortung 

O - R

Präsentismus

Präsentismus bedeutet, dass Mitarbeitende trotz Krankheit oder persönlicher Belastung zur Arbeit kommen, anstatt sich zu erholen. Obwohl sie physisch anwesend sind, können sie aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation nicht ihre volle Leistung erbringen.

Warum gehen Menschen krank zur Arbeit?

  • Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren
  • Loyalität gegenüber Arbeitgeber und Kolleg*innen
  • Sorge vor Stigmatisierung
  • Finanzielle Notwendigkeit (z. B. bei Minijobs oder Honorartätigkeiten)

Welche Folgen hat Präsentismus?

  • Verschlechterung der Gesundheit: Ohne Erholung kann sich die Krankheit verlängern.
  • Weniger Produktivität: Die Arbeitsleistung sinkt.
  • Ansteckungsgefahr: Kranke Personen können Kolleg*innen infizieren.

Was können Unternehmen tun?
Arbeitgeber sollten Mitarbeitende ermutigen, sich bei Krankheit oder persönlichen Belastungen auszuruhen und zu genesen. Denn langfristig verursacht Präsentismus größere Produktivitätsverluste als Absentismus.

Prekäre Arbeit

Prekäre Arbeit beschreibt unsichere und schlecht bezahlte Beschäftigungsverhältnisse, die oft keinen ausreichenden sozialen Schutz bieten. Dazu gehören:

  • Befristete Verträge
  • Leiharbeit
  • Minijobs

 

Die Folgen:

  • Finanzielle Unsicherheit: Kein stabiles Einkommen, erschwerter Zugang zu Sozialleistungen.
  • Mangelnde Zukunftssicherheit: Wenig Perspektiven für berufliche Weiterentwicklung.
  • Fehlende Planbarkeit: Unsichere Arbeitsverhältnisse erschweren langfristige Entscheidungen.

 

Oft wird Flexibilität als Vorteil genannt, doch prekäre Arbeit bedeutet für viele Menschen unsichere Lebensbedingungen und eine fehlende soziale Absicherung.

Resilienz

Resilienz bedeutet psychische Widerstandsfähigkeit – die Fähigkeit, mit Stress, Krisen und Herausforderungen umzugehen und daran zu wachsen. Wer resilient ist, kann schwierige Situationen bewältigen und sich danach schnell erholen.

Was macht Resilienz aus?

  • Schnelle Erholung nach Rückschlägen
  • Umgang mit schwierigen Situationen
  • Anpassungsfähigkeit an Veränderungen
  • Nutzung persönlicher und sozialer Ressourcen

 

Was hilft, Resilienz zu stärken?

Schutzfaktoren wie soziale Unterstützung, Selbstvertrauen, lösungsorientiertes Denken und emotionale Stabilität.

Resilienz kann trainiert und weiterentwickelt werden, um Herausforderungen besser zu meistern und gestärkt aus ihnen hervorzugehen. Zu unserem Angebot für Unternehmen.

Reskilling

Wenn bisherige Fähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr gefragt sind, kann Reskilling  helfen. Durch gezielte Umschulung oder Weiterbildung lassen sich neue Kompetenzen erwerben, um beruflich weiterzukommen.

Warum ist Reskilling wichtig?

  • Neue berufliche Chancen erschließen
  • Bessere Einsatzmöglichkeiten am Arbeitsmarkt
  • Zukunftssicherheit durch gefragte Qualifikationen

Ob durch eine Umschulung, Weiterbildung oder Qualifizierung – der richtige Weg ermöglicht es, eigene Stärken gezielt einzusetzen und beruflich neu durchzustarten.

S - T

Scrum

Scrum ist eine Methode, um Produkte schnell zu entwickeln und kontinuierlich zu verbessern. Dieses agile Framework gibt Teams eine klare Struktur und Rollenverteilung, um effizient zusammenzuarbeiten – besonders bei komplexen Projekten.


Rollen:

  • Produkteigner: Vertritt die Interessen der Nutzer*innen und gibt Feedback.
  • Scrum-Team: Maximal neun Personen, die sich selbst organisieren.
  • Scrum Master: Moderiert, achtet auf die Scrum-Abläufe und ist die Ansprechperson nach außen.


Die wichtigsten Regeln:

  • Selbstorganisation: Das Team arbeitet eigenständig.
  • Offene Kommunikation: Transparente Zusammenarbeit im Team.
  • Empirische Kontrolle: Ergebnisse werden regelmäßig geprüft und angepasst.
  • Werteorientierte Priorisierung: Fokus auf größtmögliche Kundenzufriedenheit.
  • Iteratives Arbeiten: Das Projekt wird in wiederholenden Sprints weiterentwickelt.
  • Timeboxing: Klare Zeitvorgaben für jede Phase.
Selbstwirksamkeit

Selbstwirksamkeit bedeutet, die Überzeugung zu haben, schwierige Situationen mit den eigenen Fähigkeiten bewältigen zu können und persönliche Ziele zu erreichen.

Warum ist Selbstwirksamkeit wichtig?

  • Erhöht die Motivation
  • Stärkt das Selbstbewusstsein
  • Fördert Resilienz (innere Widerstandskraft)

Wie kann man Selbstwirksamkeit:stärken?

  • Realistische Ziele setzen: kleine Erfolge steigern das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
  • Positive Selbstgespräche nutzen: sich selbst ermutigen und an die eigenen Stärken glauben.
  • Aus den Erfolgen anderer lernen: Vorbilder inspirieren und zeigen neue Lösungswege.
  • Feedback einholen: Rückmeldungen helfen, Stärken zu erkennen und weiterzuentwickeln.
Soft Skills

Soft Skills sind persönliche, soziale und methodische Fähigkeiten, die sich nicht durch Zeugnisse oder Zertifikate belegen lassen. Sie sind für die Arbeitsfähigkeit (Employability) und den beruflichen Erfolg genauso wichtig, wie belegbare Fachkompetenzen (Hard Skills).

Methodische Kompetenzen (Arbeitsweise und Problemlösung):

  • Analytisches Denken
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Selbstmanagement
  • Lernfähigkeit

Soziale Kompetenzen (Zusammenarbeit mit anderen):

  • Empathie
  • Teamfähigkeit
  • Kompromissbereitschaft

Personale Kompetenzen (Selbstverantwortung und Belastbarkeit):

  • Eigeninitiative
  • Belastbarkeit

Führungskompetenzen (Menschen motivieren und Entscheidungen treffen):

  • Begeisterungsfähigkeit
  • Überzeugungskraft
  • Durchsetzungsvermögen
Staffing

Staffing ist eine Form von Mobbing. Mitarbeitende versuchen gezielt, ihren Vorgesetzten oder ihrer Führungskraft zu schaden, um sie aus dem Unternehmen zu drängen.

Typische Staffing-Handlungen

  • Verbreitung von negativen Gerüchte
  • Respektloses oder abwertendes Verhalten
  • Wichtige Informationen werden nicht weitergegeben 

Betroffene sollten sich aktiv wehren und sich externe Unterstützung holen. Die psychische Belastung kann langfristig auch körperliche Folgen haben. Kontakt zu unserer Beratungsstelle

Straining

Straining ist eine Art von Mobbing. Vorgesetzte entziehenden Mitarbeitenden bewusst Arbeit und Entscheidungsbefugnisse, um die Person am Arbeitsplatz unter Druck zu setzen. Ziel ist es oft, sie so zu einer Kündigung zu bewegen.

Wie äußert sich Straining?

  • Fehlende oder sinnlose Aufgaben
  • Ausschluss von Entscheidungen
  • Ignorieren durch Vorgesetzte oder Kolleg*innen
  • Ständige Unterforderung und Isolation

Wer sich betroffen fühlt, sollte sich Hilfe und Beratung holen, denn die psychische Belastung kann langfristig gesundheitliche Folgen haben. Kontakt zu unserer Beratungsstelle

Training on the job

"Training on the job" bedeutet informelles Lernen, bei dem praktisches Wissen direkt bei der Arbeit vermittelt und gelernt wird. Es ist eine effektive Methode, um Mitarbeitende schnell einzuarbeiten und den Austausch im Team zu stärken. Durch regelmäßiges Feedback und Kontrolle lassen sich Fehler vermeiden.

Vorteile:

  • Das Gelernte kann sofort in die Praxis umgesetzt werden.
  • Jede*r kann von jeder/m lernen, unabhängig von Hierarchien.
  • Lernen erfolgt flexibel, kurzfristig und nach Bedarf.

Nachteile:

  • Es gibt keinen offiziellen Nachweis für die erworbenen Fähigkeiten.
  • Das Wissen ist oft spezifisch für das Unternehmen und nicht überall anwendbar.
  • Es fehlt theoretischer Hintergrund, der in formalen Schulungen vermittelt wird.
Transformation

Transformation ist ein großer und grundlegender Wandel und bedeutet, neue Wege zu finden und aktiv eine bessere Zukunft zu gestalten. Sie kann viele Bereiche betreffen, wie das Leben, die Gesellschaft, die Wirtschaft oder die Kultur.

Beispiele für Transformation

  • Persönliche Entwicklung: Wenn Menschen ihr Denken, ihr Verhalten oder ihren Lebensstil verändern, um sich weiterzuentwickeln und glücklicher zu leben.
  • Wirtschaft und Unternehmen: Wenn Firmen ihre Geschäftsmodelle oder Arbeitsweisen anpassen, um erfolgreich und effizient zu bleiben.
  • Gesellschaftlicher Wandel: Wenn es soziale oder politische Veränderungen gibt, die für mehr Gerechtigkeit, Gleichberechtigung oder Umweltschutz sorgen.

U - Z

Upskilling

Upskilling bedeutet, bereits vorhandene Kompetenzen zu erweitern, um mit neuen Anforderungen im aktuellen Beruf Schritt zu halten. Die Weiterqualifizierung ermöglicht es Berufstätigen, sich an Veränderungen anzupassen und ihre beruflichen Chancen zu verbessern. Wer sogenannte Future Skills erwirbt, bleibt langfristig wettbewerbsfähig. Dazu gehören Hard Skills und Soft Skills.

 

  • Weiterbildungskurse: Teilnahme an Schulungen, um neue Fähigkeiten zu erlernen oder bestehende Kenntnisse auszubauen.
  • Technische Schulungen: Erwerb neuer Software- oder Technologiekenntnisse, die für den Beruf wichtig sind.
  • Berufliche Zertifizierungen: Offizielle Nachweise über spezielle Fachkenntnisse, die die berufliche Qualifikation stärken.
  • Training-on-the-Job: Direktes Lernen am Arbeitsplatz durch Mentoring oder praxisnahe Projekte.
  • Online-Lernen: Nutzung digitaler Plattformen zur flexiblen Weiterbildung und Vertiefung von Wissen.

 

Siehe auch Reskilling

USP (Unique Selling Proposition)

USP ist die Abkürzung für den englischen Ausdruck "Unique Selling Proposition". Das Alleinstellungsmerkmal, mit dem sich ein Produkt oder eine Dienstleistung von anderen unterscheidet.

Work-Life-Integration

Work-Life-Integration trennt nicht mehr klar zwischen Arbeit und Privatleben, sondern bedeutet eine flexible Verbindung beider Bereiche. Ziel soll es sein, Familie und Beruf besser zu vereinbaren und die Arbeit individuell in den Alltag zu integrieren.

Vorteile:

  • Mehr Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung
  • Höhere Motivation durch selbstbestimmtes Arbeiten
  • Effizientere Nutzung der Zeit
  • Weniger akuter Stress, da Arbeit und Privates besser abgestimmt werden können

Nachteile:

  • Gefahr der Selbstausbeutung, weil klare Grenzen fehlen
  • Erfordert hohe Selbstorganisation und ein gutes Zeitmanagement
  • Mehr Abstimmung mit Team und Vorgesetzten nötig
  • In vielen Berufen nicht umsetzbar